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05-07-10, 19.00h SWR, ICOMOS und eigener Bericht

Herings Attentat auf das Weltkulturerbe
Der Deutsche Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) bekräftigt Ablehnung der Rheinbrücke an der Loreley (... klick hier!)

Der "Bund für Umwelt und Naturschutz" hat an nur einem einzigen Tag in Boppard mehr als 400 Unterschriften für den Erhalt der Rheinfähren im Mittelrheintal gesammelt. Diese Region mitsamt der weltberühmten Loreley gehört seit langem zum UNESCO-Weltkulturerbe. Gegen die Proteste aus aller Welt will SPD-Verkehrsminister Hering ausgerechnet hier eine Brücke bauen.

Ähnlich wie der gigantische Hochmoselübergang bei Zeltingen-Rachtig dient auch dieser Brückenschlag an der Loreley keineswegs nur dem örtlichen Verkehr, sondern vor allem der Fernstraßenanbindung des Nachtflughafens Hahn. Wie der BUND nachdrücklich betont, sind Fähren überdies weitaus wirtschaftlicher als eine Brücke, deren Kosten schon jetzt auf nahezu 50 Millionen geschätzt werden. Der 24-Stunden-Fährbetrieb könne hingegen mit Leichtigkeit alle Rheintal-Verkehrsprobleme lösen.

Erst im Jahr 2009 hatte das als 'Elbflorenz' berühmte Dresden seinen Titel als Bestandteil des Weltkulturerbes durch den Bau der Waldschlößchenbrücke verloren. DIE LINKE weist darauf hin, dass der rheinland-pfälzische SPD-Minister Hering offenbar aus dem Dresdener Brückenskandal so gut wie nichts gelernt hat.